Es gibt diese Tage, an denen man quasi schon vor dem wachwerden merkt, dass man eigentlich lieber im Bett bleiben sollte.
Heute ist definitiv so ein Tag.
Seit meiner zweiten Schwangerschaft habe ich regelmäßig mit mehr oder weniger starken Hormonschwankungen zu kämpfen, und diese kommen, so wie alles Andere auch, immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.
Die Gesamtsutiation wirkt dann schonmal sehr schnell unkontrollierbar und irgendwie Auswegslos.
Die Kinder tanzen völlig aus der Reihe und man muss den ganzen Tag nur schimpfen.
Man kann sich selbst nicht leiden und hat das Gefühl seit Tagen nicht richtig geschlafen zu haben.
Egal wo man hinsieht liegen Dinge die einen stören, aber man weiss einfach nicht wohin damit.
Nimmt man sich vor, den Tag mit Nichtstun auf der Couch zu verbringen, in der Hoffnung er geht schnell rum, bekommt man Gewissensbisse, weil ja noch so viel zu tun ist.
Rafft man sich auf und erledigt alles was ansteht stellt sich trotzdem kein besseres Gefühl ein, und man sieht nur, was in der Zwischenzeit in den anderen Räumen wieder an "Chaos" entstanden ist.
Ja, ich weiss, alles keine Welterschütternden Katastrophen, aber an manchen Tagen kann ich einfach nicht besonders gut damit umgehen.
Wahrscheinlich nimmt man alles selber dann viel viel schlimmer wahr, als es eigentlich ist, aber ich denke es wird bestimmt einige unter euch geben, die das kennen.
Am meisten merke ich es, wenn es um die Jungs geht. Und da bekomme ich dann ein richtig schlechtes Gewissen.
Kinder sind nunmal Kinder, und man vergisst das im Allgemeinen leider viel zu oft.
Man erwartet, dass sie sich benehmen, dass sie nicht streiten und natürlich, dass sie kein Chaos hinterlassen wenn sie mit spielen fertig sind.
Man wünscht sich, dass die kleinen den ganzen Tag glücklich sind und Spaß haben. Das ist natürlich nicht möglich.
Bei unseren beiden hat sich in letzter Zeit einfach viel verändert. Was für uns Erwachsene keine drastische Veränderung darstellt ist für so kleine Zwerge oft nicht ganz so leicht zu verdauen.
Der Große hat jetzt seine erste Schulwoche hinter sich. So viel Aufregung und so viel neues was ihn erwartet hat und auch in den nächsten Wochen und Monaten erwarten wird. So unendlich viele neue Eindrücke, neue Menschen, ein neuer Alltag und und und....
Er ist halt jetzt nicht mehr das kleine Kindergartenkind.
Heute hat er dann auch endlich seinen ersten Zahn verloren, nachdem er schon so lange drauf gewartet hat. Das war vielleicht ein Drama... Denn er ist bei manchen Sachen schon sehr... naja sagen wir mal empfindlich. ;)
Und der Mini..... Jaaaaaa, er ist jetzt ganz alleine ein Kindergartenkind und muss sich erstmal dran gewöhnen, dass der Große jetzt morgens nicht mehr mit uns zusammen den Berg runter läuft, sondern mit seinen Freunden nach oben Richtung Schule wandert.
Dann ist er ja eigentlich seit einigen Wochen mehr oder weniger trocken. Die letzten 2 Tage leider wieder weniger.
Seit wir Tagsüber ohne Windel unterwegs sind, wurde er ja täglich von sämtlichen Leuten gelobt wenn er brav aufs Klo gegangen ist und jeder sagte ihm wie toll er das macht.
Da stand der Große leider immer ein bisschen einsam daneben, denn bei ihm ist es ja selbstverständlich dass er aufs Klo geht.
Jetzt, seit der Einschulung dreht sich alles nur noch um den Großen, und dass er ja jetzt ein Schulkind ist, und alle interessieren sich dafür, was er in den ersten Tagen schon gelernt hat und der Mini steht nun nicht mehr so im Mittelpunkt wie noch vor einer Woche.
All diese Kleinigkeiten, die für uns nicht weiter tragisch wirken, sind für die Jungs manchmal schwer zu verstehen. Und obwohl ich jetzt so ausführlich darüber schreibe, muss ich gestehen, dass ich es leider viel zu oft vergesse.
Man hat seinen Alltag und man erwartet irgendwie einfach, dass alles läuft, und man tut sich schwer damit zu akzeptieren, wenn es mal nicht so rund läuft.
Ich lese oft in anderen Blogs Beiträge von Müttern, denen es auch nicht viel besser geht, und das beruhigt mich ein wenig, denn man sieht quasi schwarz auf weiss dass man nicht alleine ist.
Klar, ich weiss auch so, dass es überall so ist, aber auch das vergisst man oft.
Ich lese dann diese Beiträge und bin erstaunt wie entspannt manche dieser Mütter schreiben, und wie viel Verständnis sie offensichtlich für die aktuelle Situation haben. Da stellt sich mir die Frage, sind die wirklich so entspannt? Und vor allem, was stimmt nicht mit mir?
Ich kenne viele Mütter, bei denen ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass sie jemals wirklich mit ihren Kindern schimpfen müssen, obwohl diese teilweise echte Wildfänge sind.
Aber wie kann man sich so ein Urteil bilden, wenn man diese Mütter vielleicht 5 Minuten lang mit ihren Kindern sieht, weil man die kurzen gleichzeitig in den Kiga bringt?!?!
Und auch hier ist es so, obwohl ich eigentlich weiss, dass auch bei diesen Müttern, absolut nicht alles perfekt läuft, so lasse ich mich trotzdem immer ein wenig davon runterziehen, weil ich mir immer denke, "Wie schaffen die es, jeden Morgen so entspannt und glücklich zu wirken?"
Falls es euch auch manchmal so geht und ihr ein paar Hilfreiche Tipps für mich habt, dann würde ich mich sehr über Kommentare von euch freuen.
Wir werden jetzt mal sehen dass wir den Rest des Tages halbwegs entspannt gestalten können und hoffen dass die Welt morgen wieder anders aussieht.
Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.
<3-lichst eure Märta
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